Rudolf Herz

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QUER DURCH DIE GESCHICHTE
RIGHT ACROSS HISTORY


Kunstverein München 1985



"Quer durch die Geschichte" definiert einen Schnittpunkt von Kunst, Technik und Politik in der deutschen Geschichte. Die Installation besteht aus einer Sequenz von 24 Großvergrößerungen, die den Blick durch das Seitenfenster eines VW-Käfers auf der Fahrt von München nach Berlin zeigen. Die Aufnahmen besitzen die Größe 1,5 Meter mal 2,5 Meter. Sie werden an den Arkaden des Münchner Hofgartens angebracht und weisen zum Hofgarten. An dieser Stelle ist die Wand nicht durchfenstert. In den Räumen dahinter befindet sich heute der Münchner Kunstverein. Hier wurde 1937 die Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt, mit der Hitler die künstlerische Moderne brandmarkte und seine Vernichtungspolitik propagierte.

Die Installation sollte anläßlich der Ausstellung "Sehweisen" im Kunstverein realisiert werden. Dazu erteilte die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen nicht die Genehmigung.

"Quer durch die Geschichte" defines and focuses on a critical point of intersection between the arts, technology and politics in Germany. The installation "Right across history" comprises a sequence of 24 major size enlargements arranged in a row. These are taken through the side window of a Volkswagen beetle which is driving on the former "Reichsautobahn", the pre-war motorway from Munich to Berlin. The photographs show landscapes in East and West Germany and are 1.5 by 2.5 metres in size. They are mounted on the arcades of Munich's "Hofgarten", on the outer wall facing the palace garden itself. At this point there is a stretch of wall approximately 70 metres long without windows. Nowadays the Kunstverein München is housed in the rooms behind the wall.The exhibition "Entartete Kunst" ("degenerate art") with which Hitler branded modern art was held in these rooms in 1937.

The installation should be shown on the occasion of the exhibition "Sehweisen" in the Kunstverein. It never materialised because the Bavarian administration of state-owned castles, parks and lakes objected to it.